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Entsorgen – Sortieren – Aufbereiten

Gebrauchte Weißblechverpackungen sind wertvolle Rohstoffe für die Stahlherstellung. Denn jede Weißblechdose, die in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt wird, wird auch recycelt – zu neuen hochwertigen Stahlprodukten. Dem Verbraucher fällt dabei eine Schlüsselrolle zu: Er trifft im Handel seine Kaufentscheidung und bringt nach dem Verbrauch des Inhalts seine Weißblechverpackung wieder in den Wertstoffkreislauf ein.

 

Sortierung

Weißblech kann aufgrund seiner magnetischen Eigenschaft leicht aus unterschiedlichsten Stoffströmen zurückgewonnen werden. Die Trennung via Magnet stellt eine vollautomatische kostengünstige Methode zur Separation gebrauchter Weißblechverpackungen dar.

 

Als Rohstoff in die Stahlerzeugung

Das gesammelte Weißblech wird zu Paketen zusammengepresst und ist ein wertvoller Rohstoff für die Produktion von neuem Stahl. Stahlschrotte sind sogar ein wichtiger Bestandteil der Stahlherstellung. Die optimale Wiederverwertung von Weißblech spart auf diese Weise Energie und Ressourcen. Somit können jedes Jahr in Deutschland rund 800.000 Tonnen Eisenerz und 360.000 Tonnen Kohle eingespart werden. Diese Mengen entsprechen der Ladekapazität von 1.160 Güterzügen mit einer Gesamtlänge von 450 Kilometern.

 

Der Kreislauf schließt sich

Bei der Stahlherstellung im Oxygenstahlwerk, dem in Deutschland meist verbreiteten Herstellungsverfahren, wird Roheisen in Stahl umgewandelt. Das Roheisen, das in einem vorgelagerten Prozess im Hochofen durch Reduktion von Eisenerz, mit Hilfe von Koks und Kohle erzeugt wird, enthält eine Kohlenstoffkonzentration von drei bis vier Prozent und ist dadurch spröde und hart. Eine Form gebende Weiterverarbeitung wäre in dieser Zusammensetzung nicht möglich. Durch das Aufblasen von Sauerstoff, das so genannte Frischen, sinkt der Kohlenstoffgehalt auf die erforderliche Endkonzentration von circa 0,02 Prozent. Die Temperatur der Schmelze steigt im Verlauf des Frischens stark an. Die frei werdende Energie wird genutzt, um den Weißblechschrott einzuschmelzen. Dabei sinkt die Temperatur in den für die Stahlherstellung erforderlichen Bereich von etwa 1.600 Grad Celsius.

 

Eine weitere Möglichkeit, Stahl herzustellen, ist das Verfahren im Elektrostahlwerk. Während im Oxygenstahlwerk etwa 20 Prozent Schrott für die Produktion gebraucht werden, sind es im Elektrostahlwerk bis zu 100 Prozent. Rund die Hälfte des weltweit hergestellten Stahls besteht heute aus recyceltem Stahlschrott.

 

Weitere Informationen zum Thema Stahl und Umwelt finden Sie hier:

 

www.stahl-online.de

 

Kein Qualitätsverlust

Aufgrund seiner chemisch-physikalischen Struktur ist Weißblech vollständig und ohne Güteverlust recyclebar. Es besteht zum überwiegenden Teil aus Eisenatomen, die chemisch durch die so genannte Metallbindung miteinander verbunden sind. Im Gegensatz zu den Fasern oder langkettigen Molekülen von Papier oder Kunststoff, werden die Metallbindungen nicht mit jedem Recyclingschritt verkürzt. Sie sind im wiederverwerteten Stahl auf die gleiche Art miteinander verbunden wie im Ausgangsprodukt. Das neue Produkt hat daher eine ebenso hochwertige Qualität wie das Ausgangsprodukt.

 

Lebenskreislauf Weißblech

Wenn Sie mehr über den Lebenskreislauf Weißblech wissen möchten, schauen Sie doch mal in unsere Multimedia-Anwendung hinein. Dort können Sie Weißblechrecycling interaktiv erleben.

 


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